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International FoodTec Award Preisträger 2015

Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung auf der Anuga FoodTec zeichnete die DLG 18 Produkte der internationalen Lebensmittel- und Zuliefererindustrie mit dem International FoodTec Award 2015 in Gold oder Silber aus.

Jeweils neun Innovationen erhielten einen Award in Gold und in Silber. Zu den Preisträgern gehören Unternehmen aus Dänemark, Kanada, den Niederlanden, Österreich und Deutschland. 

High Moisture Extrusion

Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e.V. (DIL)

Quakenbrück, Deutschland

Am Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL e.V.) wurde ein Apparatekonzept zur Herstellung fleischanaloger Produkte erarbeitet. Das Konzept basiert auf der Kombination der Einheiten Dosierung, Extruder, Kühldüse und Schneidvorrichtung und entspricht somit dem prinzipiellen Ansatz der High Moisture Extrusion. Bei dieser handelt es sich um einen sehr sensiblen Prozess, bei dem Apparatekonfiguration und Prozessparameter exakt auf die Ausgangsmaterialien und die angestrebten Endprodukte abgestimmt werden müssen. Die Herausforderung lag in der Entwicklung eines Konzeptes, das diese Abstimmung ermöglicht und die Herstellung unterschiedlicher Texturate, welche den Strukturen von Rind, Schwein, Geflügel oder Fisch entsprechen, zulässt. Gleichzeitig sollte auch die Verarbeitung unterschiedlicher Rohmaterialien (Soja-, Erbsen- und Lupinenprotein) möglich sein, da bisher verfügbare Produktionsanlagen gerade hier ihre Grenzen haben und nur für die Herstellung eines einzigen Produktes genutzt werden können.

Schlingmaschine Multitwist

Fritsch GmbH

Markt Einersheim, Deutschland

Die Herstellung von Einstrangzöpfen aus Laugen- oder Brötchenteig zählt zu den arbeits- und zeitintensivsten, gleichzeitig aber auch anspruchsvollsten Formen in Bäckereibetrieben. Bisher wurden Einstrangzöpfe manuell oder aus einem Teigstück in Form gepresst anstatt geschlungen, was mit erheblichen Einbußen hinsichtlich Form und Charakter der Endprodukte verbunden war. Mit dem Teigverarbeitungssystem MULTITWIST hat die Firma FRITSCH eine Anlage geschaffen, mit der die vollautomatische Herstellung eines Teiglings möglich ist, insbesondere die Herstellung eines sogenannten Einstrangzopfes, wie von Hand gemacht. Dabei werden alle fünf erforderlichen Arbeitsschritte mechanisch abgebildet – von der Strangherstellung bis zum Schlingen des perfekten Einstrangzopfes und dem geordneten Ablegen auf dem Gärgutträger. Mittels unterschiedlichen – mit RFID-Modulen überwachten und innerhalb von drei Minuten austauschbaren Werkzeugen – bietet die Anlage eine enorme Flexibilität. Zum einen kann die Leistung der Zopfschlinganlage durch Parallelschaltung von bis zu acht Modulen erweitert werden. Zum anderen können auf der Maschine neben Einstrangzöpfen auch Brezeln, Ringe, Stangen oder flache Gebäcke wie z. B. Pizzazungen und Streuselfladen hergestellt werden.

GEA MultiDrum

GEA Food Solutions 

Bakel, Niederlande

Bisher vornehmlich aus Schnellrestaurants bekannte „homestyle“ (oder „Southern Style“) panierte Produkte mit einer sehr groben und knusprigen Struktur werden vom Konsumenten zunehmend auch in Supermärkten zur heimischen Verwendung nachgefragt. Doch sind Aussehen, Biss und Mundgefühl der bisherigen Produkte nicht befriedigend, da bei der industriellen Herstellung stets ein Kompromiss zwischen Authentizität und Produktionseffizienz einzugehen war. Um die bisher bekannten Probleme in der Produktion zu umgehen, hat GEA Food Solutions einen innovativen „Drum Breader“ mit mehreren Trommeln entwickelt. Bei dem Konzept wird der Produktstrom aufgeteilt und gleichmäßig in mehrere Trommeln eingespeist. Die Produkte verlassen die Trommeln
gleichmäßig über ein Band verteilt, wodurch bis zu 80 % der Arbeitskosten eingespart werden.
Mit der Anlage werden Panierungen von durchgehend guter Qualität und mit authentischem „homestyle“ Aussehen, Geschmack und Biss erzielt. Die Maschine benötigt erheblich weniger Platz als Eintrommelpanierlinien mit entsprechenden Spreizbändern, da die Gesamtlinie wesentlich kürzer ist. Die Anlage ist leicht zu reinigen, und dank der GEA OptiAir Technologie wird die Menge an Staub in der Arbeitsumgebung erheblich reduziert.

SHERLOCK Food analyser

Insort GmbH

Kirchberg, Österreich

Produktionsprozesse in der Lebensmittelindustrie sind häufig äußerst komplex und technisch höchst anspruchsvoll. Die Infrarot Spektroskopie Technologie bietet ausgezeichnete Voraussetzungen, chemisch analytische Daten von Lebensmitteln „inline“ im Prozess kontinuierlich, berührungslos und zerstörungsfrei in industrietauglicher Geschwindigkeit zu erfassen, den Produktstrom zu klassifizieren und diese hochwertigen Informationen zur weiteren Steuerung von Produktströmen und Prozessen nutzbar zu machen. Mit dem SHERLOCK Food Analyser hat die Firma INSORT ein Prozessdiagnosesystem entwickelt, das durch eine kontinuierliche Produktstromanalyse ausgewählter Parameter in Echtzeit Korrekturen des Prozesses und damit Verbesserungen der Produktqualität ermöglicht. Besondere Herausforderung dabei ist, dass Lebensmittel sehr komplexe Matrixeinflüsse aufweisen, wie z. B. sehr heterogene Inhaltsstoffverteilungen, Sortenunterschiede oder Veränderungen während des Lager- oder Produktionsprozesses.
Das Messverfahren musste daher so zur Anwendung bei verschiedenen Lebensmitteln weiterentwickelt werden, dass es auch unter stark veränderlichen Randbedingungen zuverlässig, hochgenau und in definierten Schwankungsbereichen dauerstabil und robust arbeitet.

Entgasung von Fruchtsäften

Krones AG 

Neutraubling, Deutschland

Im Wesentlichen sind es drei Gründe, die eine Produktentgasung vor der Abfüllung von Fruchtsäften notwendig machen: Vermeidung von Füllproblemen, eine Minimierung von oxidativen Einflüssen sowie die Vermeidung des Aufschwimmens von festen Fruchtbestandteilen in der Flasche. Bei der Entgasung ist die Ausbildung einer möglichst großen und turbulenten Oberfläche bei gleichzeitig geringen Schichtdicken wichtig, um die Diffusionswege der Gase möglichst gering zu halten. Gleichzeitig sollen die Säfte jedoch möglichst wenig mechanisch beansprucht werden, um eine Schaumbildung einzugrenzen. Um die Nachteile der bisher vorwiegend verwendeten Ringspalt-, Zerstäuber- und Tangentialdüsen zu umgehen, hat die Firma Krones einen sogenannten Dralleinlauf entwickelt. Dieser ist so konzipiert, dass er das Produkt bereits am speziell dafür konstruierten Behälterdeckel des Entgasungstanks schonend an die Behälterwandung anlegt. Bedingt durch Austrittsgeschwindigkeit und Adhäsionskraft legt sich der Saft als sehr dünner Film an die Wandung an. Die Ausnutzung der Behälteroberfläche inklusive Deckel erlaubt es, das Behältervolumen um über ein Drittel zu reduzieren. Dies führt neben der Platzersparnis auch zu einer Energieeinsparung durch kleinere zu verbauende Vakuumpumpen aufgrund des geringeren zu evakuierenden Volumens. Durch den turbulenten Produktfilm werden hohe Stoffaustauschgrade erreicht, die auch bei höherer Viskosität niedrige Restsauerstoffwerte erreichen lassen. Aromaverluste können durch die Anpassung der Entgasungsintensität an die jeweiligen Produkte auf ein Minimum reduziert werden.

Respiration control system

Perfo Tec BV

Mijdrecht, Niederlande

Frisches Obst und Gemüse atmet auch in der Verpackung weiter, wodurch in den Packungen Sauerstoff verbraucht sowie CO2 und Wasserdampf gebildet werden. Die Intensität der Atmung wird durch sortenspezifische Eigenschaften sowie verschiedene externe Faktoren, insbesondere die Temperatur, beeinflusst. Befindet sich das Gut in einer versiegelten, undurchlässigen Folienverpackung, so sinkt die Sauerstoffkonzentration mit der Zeit auf ein so niedriges Niveau, dass eine anaerobe Atmung einsetzt, welche mit der Bildung unerwünschter Gerüche und Aromen sowie einer weiteren Verschlechterung der Produktqualität einhergeht. Um diesen negativen Veränderungen entgegenzuwirken, wäre ein bedingter Austausch der inneren mit der äußeren Atmosphäre sinnvoll, so dass eine gewisse Menge Sauerstoff nachgeliefert wird. Um diesen Vorgang optimal zu gestalten, hat Perfo Tec das sogenannte „Respiration control system“ entwickelt, das vier Schritte umfasst: 1. Messung der Atmungsaktivität, 2. Berechnung der Folienpermeabilität mittels der AMAP Software, 3. Laser-Perforation der Verpackungsfolie und 4. Qualitätskontrolle mittels einer integrierten Kamera, welche die Perforation kontrolliert. Hierdurch wird eine beträchtliche Verlängerung der Haltbarkeit erreicht und der Verderb wesentlich reduziert.

Easy Lid

Sealpac GmbH 

Oldenburg, Deutschland

Die automatisierte Verpackung von Lebensmitteln ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Neben einer attraktiven Präsentation und einer einfachen Handhabung zählen vor allem lange Haltbarkeiten und hohe Produktsicherheit. Um diese Ansprüche zu erfüllen, entwickelt SEALPAC innovative Lösungen, die neue Maßstäbe setzen und höchste Effizienz garantieren. So mit EasyLid®, ein Verfahren, das messbare Zeit- und Materialersparnisse ermöglicht (EasyLid® ist eine Gesamtentwicklung der Sealpac GmbH und Naber Plastics B.V.). Das neuartige Versiegelungsverfahren kombiniert Deckel und Schalenversiegelung in einem Arbeitsgang und beweist höchste Effizienz im Verpackungsprozess, da es auf einen separaten Schnappdeckel verzichtet. Die revolutionäre MAP-fähige EasyLid®-Verpackung eignet sich sowohl für die Heiß- als auch für die Kaltabfüllung und ist eine optimale Lösung für ganz unterschiedliche Produkte – von Antipasti, Hackbällchen oder Feinkost über Salate oder Snacks bis hin zu Süßwaren sowie vielen weiteren Produkten. Deutliche Einsparungen bei Verpackungsmaterialien und -gewicht bewirken eine signifikante Reduktion von Transport- und Lagerkosten, der Verzicht auf den Deckelprozess Einsparungen bei Personal oder Deckelanlage.

Transformation thermischer Energiesysteme

Stadtwerke Murau

Murau, Österreich

Mit etwas über 25 kWhtherm./hl ungeblendet hergestellter Biermenge lag die Brauerei Murau eGen bereits an der unteren Grenze durchschnittlicher Energieverbräuche in europäischen Brauereien, bevor sie sich das Ziel setzte, diesen Wert noch einmal signifikant zu unterschreiten. Durch den Anschluss an das Nahwärmenetz der Stadtwerke Murau sowie den Einsatz eines effizienten Energiesparsystems aus dem Hause Krones avancierte sie zu einer der sparsamsten Brauereien der Welt. Enorme Einsparungen an Heizenergie in Form von Dampf wurden durch die Absenkung der Heizmitteltemperatur von ursprünglich 160 °C auf eine abstrahl- und verlustreduzierte Heizmitteltemperatur von maximal 115 °C in Form von Heißwasser ermöglicht. Hierdurch wurde auch eine umfangreiche Rekuperation von Wärmeenergie möglich – und dies bei gleichbleibender Produktqualität sowie Produktionsleistung! Für die komplette Umstellung der Energieversorgung auf regenerative Nahwärme war die Entwicklung eines neuartigen Energie-Schichtspeichers, an den alle thermischen Energieverbraucher in der Brauerei angebunden sind, von entscheidender Bedeutung. Eine spezielle Kaskadenverschaltung dieses zentralen Energiespeichers ermöglicht es, verschiedene Verbraucher temperatur- und energieoptimiert einzubinden, um schließlich die hohe Effizienz der neuen Anlage zu verwirklichen. Ergebnis der umfangreichen Bemühungen ist es, dass die Brauerei heute einen Wert von unter 19 kWh thermischer Energie pro hl ungeblendet produzierter Biermenge erreicht, was einer Energieeinsparung von rund 30 % entspricht.

Meatball loader AML273

VEMAG Maschinenbau GmbH 

Verden, Deutschland

Der Automatic Meatball Loader AML273 ist ein neues universelles Vorsatzgerät für VEMAG Vakuumfüllmaschinen, mit dem vollautomatisch Convenienceprodukte im Niederdruckverfahren in runder oder länglicher Form hergestellt und automatisch in Verpackungen gelegt werden können. Er stellt eine weitere Komponente der flexiblen Frischfleischlinie von VEMAG dar, mit der Fleischbällchen, Gemüsebällchen, darmlose Bratwürste, Kroketten und vieles mehr in höchster Geschwindigkeit mit perfekten Formen hergestellt werden können. Neben der Flexibilität weist der Automatic Meatball Loader AML273 einen weiteren, bisher unerreichten Vorteil auf, da die mit diesem Gerät hergestellten Produkte auch vollautomatisch in Schalen abgelegt werden können. Derartige Produkte – z. B. aus Hackfleisch – wurden bisher ausschließlich von Hand verpackt, da keine praktikable automatische Lösung existierte. Abhängig vom geformten Produkt und der gewünschten Verpackungsart besteht die Linie aus unterschiedlichen Komponenten. Ein vollständiges System für das vollautomatische Ablegen in Schalen beinhaltet ein langes Transportband am Gerät, das ein schonendes Ablegen garantiert sowie das Schalenzuführband.

ALPMA RO HighTS Membrananlage

ALPMA Alpenland Maschinenbau GmbH

Rott am Inn, Deutschland

Die Membranfiltration ist ein in Molkereien fest etabliertes Verfahren, das u.a. zum Aufkonzentrieren von Milch, Molke und UF-Permeaten mittels Umkehrosmose (RO) eingesetzt wird. Bisher war es üblich und wirtschaftlich sinnvoll, diese bis zu einer Trockenmasse (TS) von 18 bis 20 % aufzukonzentrieren. Mit dem neuen ALPMA RO HighTS Verfahren können nun deutlich höhere Trockenmassen im RO-Konzentrat erreicht werden. So kann Molke z. B. in einem einzigen Arbeitsschritt von 6 % zu einem Molkenkonzentrat mit 28 bis 30 % TS aufkonzentriert werden. Möglich wird dies dadurch, dass die Molke in den ersten beiden Stufen der dreistufigen RO HighTS-Anlage auf eine Trockenmasse von ca. 18 bis 20 % aufkonzentriert wird. Um trotz des hier bereits vorliegenden hohen osmotischen Druckes weiter aufkonzentrieren zu können, wird die dritte Stufe zwar als RO-Stufe betrieben, aber mit speziellen Membranen bestückt. Da das Permeat aus dieser dritten Stufe einen sehr hohen CSB-Wert aufweist, wird es gemeinsam mit dem Konzentrat des Polishers in den Zulauf der Anlage zurückgeführt. Dadurch können Trockenmasseverluste vermieden und die Schmutzfracht des Abwassers reduziert werden. Der Energiebedarf für die Konzentrierung mittels Membrantechnologie ist deutlich geringer als der bei der herkömmlichen Verdampfung. Zudem kann das bei der Membranfiltration gewonnene Wasser an verschiedenen Stellen genutzt werden, sodass Frischwasser eingespart werden kann.

Analysensystem MPA/LSM

Bruker Optik GmbH 

Ettlingen, Deutschland

Spektroskopische Methoden werden seit langem in Laboren der milchverarbeitenden Industrie eingesetzt, wo FT-IR- und NIR-Systeme nicht mehr aus der Qualitäts- und Prozesskontrolle wegzudenken sind. Die von Bruker Optik vorgestellte Kombination aus dem FT-NIR-Gerät MPA und dem innovativen Probenmodul LSM für flüssige Proben vereinigt und erweitert nun die Messmöglichkeiten in einem System. Damit wird nicht nur in Summe eine günstigere Lösung angeboten, sondern vielmehr auch die Analyse von Proben ermöglicht, die zuvor nicht mit FT-IR und in dieser Form auch nicht mit anderen NIR-Geräten bewältigt werden konnten. Dabei steht das LSM als Innovation im Vordergrund: Es beinhaltet einen Homogenisator zur optimalen und reproduzierbaren Messung von Rohmilch und Molke sowie eine parallel geschaltete peristaltische Pumpe zur Förderung von allen möglichen flüssigen Milchprodukten und -zwischenprodukten. Darüber hinaus erlaubt das MPA die Analyse aller anderen festen und halbfesten Milchprodukte und zwar hauptsächlich in Reflexion sowie Transflexion oder auch in diffuser Transmission.

3D Derinding of pork loin

Danish Meat Research Institute

Taastrup, Dänemark

Das Entfetten von Schweinerücken ist in der Fleischindustrie weit verbreitet. Dabei wird der Speck vom Fleischteil getrennt, wobei ein Rücken mit einer definierten Fettschicht sowie vorzugsweise ein zusammenhängender Rückenspeck entstehen. Die Fleischindustrie ist überwiegend eine Branche mit einem extremen Fokus auf Kosten und Ausbeute. Letztere werden mit dem neuen, vom Danish Meat Research Institute entwickelten Roboter extrem verbessert. Der kritischste Punkt dabei ist, dass Fleisch kein definierter Rohstoff ist, sondern vielmehr sehr variabel hinsichtlich Größe, Fettabdeckung und Zusammensetzung. Der neue Roboter erzeugt daher ein exaktes 3D-Computerbild jedes einzelnen Schweinerückens und ermittelt, wo Fett und Fleisch zusammentreffen. Ein patentiertes Messersystem aus acht einzelnen Messern schneidet dann automatisch den Schweinerücken. Der Prozess ist extrem schnell – der Roboter braucht nur vier Sekunden, um einen Schweinerücken zu trimmen. Das Ergebnis ist ein Schweinerücken mit einer gleichmäßigen Fettschicht, unabhängig vom Fleischprofil und ein qualitativ hochwertiger Speck. Auf diese Weise werden die Ausbeuten im Vergleich zu bestehenden Verfahren erheblich verbessert und die Kosten für das manuelle Trimmen eingespart.

Universal Ultraschall Schneider

Döinghaus cutting and more GmbH & Co. KG 

Salzkotten, Deutschland

Das saubere und exakte Schneiden von Käse stellt eine besondere Herausforderung dar. Hier bietet sich das Schneiden unter Anwendung von Ultraschall an, bei dem als Sonotroden bezeichnete Schneidwerkzeuge mit Hilfe von Ultraschall zum Schwingen gebracht werden. Aufgrund des schnellen Vibrierens arbeiten Schneidesonotroden mit einem deutlich geringeren Anpressdruck als herkömmliche Messer, so dass Verformungen oder Beschädigungen der Produkte weitgehend vermieden werden. Vorteilhaft ist weiterhin, dass sich aufgrund der ständigen Schwingungen kaum Produktreste an die Klingen anhaften und diese verschmutzen können. Das wirkt sich nicht nur auf die Qualität der Schnitte, sondern auch auf die Standzeit der Messer sowie den erforderlichen Reinigungsaufwand aus. Neben den klassischen Schneidespaten stehen heute für den kontinuierlichen Schneidebetrieb auch Ultraschallkreismesser zur Verfügung. Derartige Ultraschallkreismesser kommen bei dem aus Edelstahl gefertigten Ultraschall Universal Schneider – USS 1000 Helios von Döinghaus zum Einsatz, der zum Schneiden von runden Käselaiben in Portionen beliebiger Größe entwickelt wurde. Optional kann die Anlage durch Erweiterung um ein weiteres Modul zum Schneiden von rechteckigen Käselaiben in Querrichtung verwendet werden.

DirectDrive System

Intralox LLC Europe

Amsterdam, Niederlande

Die Firma Intralox wird für ihr patentiertes DirectDrive-System ausgezeichnet. Bei herkömmlichen, durch Reibung angetriebenen Spiralsystemen dreht sich die zentrale Trommel etwas schneller als das Band, was als „Overdrive“ bezeichnet wird. Dabei wird das Band durch Reibung gegen die zentrale Trommel angetrieben, was zu einer Bewegung der Module in der Nähe der Trommel und in der Folge zu einer Fehlausrichtung der Produkte auf dem Band führt. Zudem stören alle Schwankungen hinsichtlich der Reibung – z. B. Fett – den Betrieb der Spirale. Beim DirectDrive System wird das Band nun direkt von der Trommel angetrieben, die wie ein zentrales Ritzel wirkt. Der Overdrive ist hierbei nicht mehr nötig, da Bandkante und Trommel direkt ineinandergreifen. Das Band wird daher ohne Trommel-Bandkantenreibung angetrieben und arbeitet so ohne jeglichen Schlupf. Dies gewährleistet eine stabile Produktorientierung auf dem Band sowie eine zuverlässige Leistung unabhängig von eventuellen Trommelkontaminationen. Dieser technologische Durchbruch wurde entwickelt, um Betriebs- und Wartungsausfallzeiten zu minimieren und um Bandspannung, Arbeits- und Reinigungskosten zu senken.

Mischwolf MW 200

K+G Wetter GmbH 

Biedenkopf-Breidenstein, Deutschland

Mischwölfe werden in der Fleischverarbeitung zur Vermischung von Rohstoffen und deren anschließende Zerkleinerung verwendet. Die Vereinigung beider Arbeitsgänge in einer Maschine spart Produktionszeit, Investitionskosten und Stellfläche bei gleichzeitiger Verbesserung der Produkthygiene. Da bisher kein Mischwolf mit einem totraumfreien Mischbereich verfügbar war, war das Mischergebnis oftmals nur bedingt reproduzierbar und gegebenenfalls sehr ungleichmäßig. Der von K+G Wetter entwickelte Mischwolf MW 200 folgt einem neuen Konzept: Wolf-Einheit und Mischbereich sind durch einen verschiebbaren Deckel voneinander getrennt, wodurch der Mischbereich absolut totraumfrei ist. Die Rohstoffe können erstmalig vollständig homogen gemischt werden, bevor sie in der Wolfeinheit zerkleinert werden. Das Konzept ermöglicht gleichzeitig die Gestaltung des Mischbereichs mit ebenen Oberflächen ohne Störkanten und Zubringerschnecken, wodurch die Rohstoffe während des Mischprozesses weniger beansprucht werden. Durch zwei parallel angeordnete, unabhängig voneinander angetriebene Mischwellen im Mischwolf wird ein intensiver und zugleich schonender Mischvorgang ermöglicht. Die Entleerung des Mischtrichters erfolgt zügig und rückstandsfrei über zwei große Öffnungen, da die neu konzipierte, querliegende Zubringerschnecke beide Produktströme zentral zusammenführt und in die Wolf-Einheit übergibt.

Desodorierung und Wärmerückgewinnung

Kuchenmeister GmbH

Soest, Deutschland

Beim Backen in Durchlauföfen entstehen in Abhängigkeit von Ofengröße, Backtemperatur, Backgut und Verweildauer sehr unterschiedliche Ofenatmosphären, die als Ofenabluft Geruchsstoffe und Wärmeenergie an die Umwelt abgeben. Hierbei sind Abwärmenutzung bzw. Abluftreinigung mit üblichen Wärmetauschern und Filtersystemen unwirtschaftlich, da diese schnell verschmutzen und unbrauchbar werden. Die Firma Kuchenmeister hat gemeinsam mit der German Lebensmitteltechnologie GmbH ein modular konzipiertes Verfahren entwickelt, mit dem Wärmerückgewinnung und Desodorierung von Backschwaden in einem Verfahrensschritt erreicht werden. Kernstück ist ein Kondensationsraum mit einem offenporigen keramischen Zellsystem, an dessen Oberfläche Backschwaden und Schwadenkondensat Wärme und Inhaltsstoffe austauschen. In diesem Kondensationsraum werden die Backschwaden durch Kühlung mit ihrem eigenen Kondensat als Kühlmedium kondensiert. Die Backschwaden durchströmen den Kondensationsraum von unten nach oben. Dabei kühlen sie ab und übertragen Wasserdampf, dessen Wärme sowie geruchsaktive Inhaltsstoffe an das Schwadenkondensat, bevor sie gekühlt und gereinigt den Kondensationsraum verlassen. Das Schwadenkondensat dagegen durchströmt den Kondensationsraum von oben nach unten, wobei es sich erwärmt.
Das überschüssige Kondensat, das die geruchsaktiven Stoffe in gelöster Form enthält, wird automatisch aus der Anlage ausgetragen und mit dem betrieblichen Abwasser entsorgt.

CRYOLINE®SI Tauchbad-IQF-Froster

Linde AG 

Pullach, Deutschland

IQF Lebensmittel zeichnen sich dadurch aus, dass jedes einzelne Lebensmittelstück getrennt von allen anderen gefroren wurde. Dies beeinflusst nicht nur die sensorische Qualität der Produkte, vielmehr lassen sie sich auch wesentlich einfacher handhaben. Eine neue Generation von Frostern für derartige Produkte hat die Linde AG unter dem Namen CRYOLINE®SI entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine modular aufgebaute Kombination von Tauchbad und nachgeschaltetem Gefriertunnel, die vornehmlich für hochwertige, lose rollende Lebensmittel gedacht ist. Das Produkt gelangt kontrolliert über ein integriertes Rüttelband direkt in ein Tauchbad, wodurch das Risiko von Produktverklumpungen reduziert wird. Der im Tauchbad verwendete tiefkalte flüssige Stickstoff sorgt für eine unmittelbare Anfrostung und Stabilisierung der Produktoberfläche. Dadurch wird die Feuchtigkeit im Produkt eingeschlossen, was wichtig für Produktausbeute und -qualität ist und den kritischen Punkt bezüglich der Wertschöpfung von IQF-Produkten darstellt. Das Tauchbad ist bewusst flach konstruiert, so dass möglichst wenig Stickstoff benötigt wird. Die Energie des Kaltgases aus dem Tauchbadbereich wird effizient im nachgeschalteten Gefriertunnel genutzt, wodurch Zeit und Energie gespart werden.

Smart Skin Quantifeel© System

Smart Skin Technologies Europe GmbH

Gammelsdorf, Deutschland/Kanada

Mit dem Smart Skin Quantifeel© System bietet Smart Skin Technologies die weltweit erste und führende Echtzeitmesseinrichtung für alle physischen Bewegungsdaten, wie Staudruck, Drehung, Drehgeschwindigkeit, Neigung und Erschütterung eines Behälters in Transportsystemen von Abfüll- und Verpackungsanlagen aller Art. Zu hoher Staudruck ist eine der Hauptursachen von zu hoher Reibung, Behälterbeschädigungen, hohem Anlagen- und Materialverschleiß und Geräuschemissionen sowie schlechter Anlageneffizienz. Das Smart Skin Quantifeel© System ist ein Gerät zur kabellosen und positionsverbundenen Echtzeit-Messung von Bewegungsdaten in Transporteuren einer Verpackungsanlage mit dreidimensionaler Ausrichtung. Das System besteht aus einem mobilen, an die Behälterform angepassten Sensor, einem leistungsstarken Funkmodul und einem Laptop, auf dem die Software des Quantifeel Systems läuft. Das mit der Abfülllinie gekoppelte Sensorgerät selbst wird für jeden Anwendungsfall kundenspezifisch gestaltet, um die Größe und Form der Behälter wiederzugeben, die in der Anlage laufen. Das einfach zu implementierende System ermöglicht es den Benutzern im Idealfall des permanenten Einsatzes als Qualitätssicherungs- und Instandhaltungstool, Fragen des Staudrucks und der Bewegung der Behälter in Echtzeit zu quantifizieren, zu überprüfen und sofort Korrekturen vorzunehmen. Eine einfache Anpassung der Transporteure sorgt für eine deutliche Entspannung der Druckverhältnisse und damit für vielfältige und nachhaltig positive Effekte hinsichtlich Materialverbrauch, Rüst-/Umstell- und Stillstandszeiten, Geräuschemission, Wirkungsgrad und Anlagen- und Behälternutzung bei attraktivem Return on Investment (ROI) unter Berücksichtigung von Total Costs of Ownership (TCO).